Kochen ohne Strom und Gas

geändert am 3. September 2022

Kochen ohne Strom und Gas ist fast unmöglich. Wer Essen erhitzen will, braucht Energie. Im Normalfall kochen Menschen in Deutschland mit Strom oder Erdgas. Wer sich nicht kalt ernähren möchte, für den kommen als Alternative Holz, Holzkohle, Flüssiggas, Spiritus, Festbrennstoff (Esbit) und vielleicht noch Teelichter infrage.

Outdoor-Cooking – mit Holz, Holzkohle, Flüssiggas oder Esbit

Im Sommer bietet es sich an, auf dem Holzkohlegrill Speisen zu erhitzen. Entweder direkt auf dem Rost oder in einem Dutch Oven. Der Gusstopf kommt auf den Grill oder direkt ins Holzfeuer. Natürlich funktioniert auch Kochen auf dem Gasgrill mit Flüssiggas.

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Auch am Lagerfeuer gelingen Stockbrote oder aufgespießtes Gemüse oder Würstchen, ob vegan, vegetarisch oder original. Und der Wehrmachtskocher mit den trockenen Esbit-Tabletten tut auch seinen Dienst.

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Kochen ohne Strom und Gas in der Wohnung

Die wenigsten Menschen besitzen in ihrer Wohnung noch einen Holz- oder Kohleherd wie anno dazumal. Und ein offenes Feuer in der Wohnung verbietet sich von selbst. Bleiben noch Spirituskocher, Kocher mit Gaskartusche und Teelichter übrig. Letzteres reicht noch für ein Raclette zu zweit, aber beim Aufkochen von einem Topf Wasser versagt diese Option.

Spirituskocher kennen die meisten vom Fondue, wobei Brennpaste inzwischen den flüssigen Spiritus aus Sicherheitsgründen ersetzt hat. Brennspiritus ist vergälltes Ethanol, sprich der Alkohol stinkt. Spiritus-Kochherde besitzen größere Brenner und sind in Wohnmobilen und Jachten erlaubt. Gegenüber gasbetriebenen Kochherden ist die Explosionsgefahr geringer, aber auch der Heizwert, sprich Essenkochen dauert länger.

In der Wohnung empfiehlt sich jedoch ein Campingkocher mit Gaskartusche. Diese brauchen keine Gasflasche wie am Gasgrill, sondern sie brennen einwandfrei mit der eingesetzten Kartusche.

Gaskocher mit Gaskartusche – ist das russisches Gas?

Nein, es handelt sich um Flüssiggas und nicht um Erdgas. In Deutschland gibt es im Prinzip drei Gasarten: Erdgas, Flüssiggas und Biogas. Diese drei Arten eignen sich auch zum Heizen. Bei flüssigem Gas ist zu unterscheiden zwischen Liquified Petroleum Gas (LPG) und Liquified Natural Gas (LNG). LPG besteht aus Propan (C3H8), Butan (C4H10) oder aus einem Gemisch beider Gase, LNG ist hingegen reines Erdgas.

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Am umweltschonendsten ist Biogas. Allerdings gibt es Biogas nicht in Kartuschen, sondern nur über den mengenmäßigen Ausgleich. Sprich klimabewusste Firmen kaufen die gleiche Menge an Biogas, wie sie Gaskartuschen verkaufen. Der Ausgleich der CO2-Emissionen sichert die Produktion von Biogas.

Butan fällt bei der Verarbeitung von Erdöl in den Mineralölraffinerien an, ist also quasi ein Abfallprodukt und wurde früher abgefackelt. Allerdings gehört es heute zu den wertvollen Brennstoffen.

Praktisch sind tragbare einflammige Kocher mit Koffer und Gaskartuschen. Diese Gaskocher finden im asiatischen Raum seit Langem Verwendung. Die Kartuschen enthalten 227 Gramm 100-prozentiges Butan, die Anschlussbezeichnung lautet MSF-1a oder alternativ BGK-1, CP250, TC-SUN-02. Es gibt diverse Hersteller.

Wie lange hält eine Gaskartusche?

Gaskartuschen gibt es in unterschiedlichen Formen, die untereinander nicht kompatibel sind. Laut Hersteller liegt der Gasverbrauch bei den MSF-1a-Gaskartuschen bei 160 g je Stunde, theoretisch müsste eine Kartusche 85 Minuten lang brennen. Bei Raumtemperatur und ohne Wind in der Küche hängt es natürlich noch davon ab, ob volle Pulle geheizt wird oder nur sanft geköchelt. Realistischer betrachtet hält die Kartusche rund 75 Minuten.

Einen Liter Wasser oder ein Fertiggericht zu erhitzen braucht etwa fünf Minuten, im Idealfall reicht eine Kartusche also für 15 Konservendosen, realistischer sind zwölf. Die Preise je Kartusche variieren stark, sie kosten etwa ab € 1,40, können aber auch bis zu € 3,00 kosten. Billiger gegenüber Erdgas wird es kaum, es verschafft jedoch das gute Gewissen, kein russisches Gas zu verwenden.

Kochmethoden mit minimalem Energieverbrauch

Ganz ohne Energie funktioniert Kochen nicht. Eine Ausnahme bildet allerdings das Kaltgaren. Diese Methode ermöglicht Kochen ohne Strom und Gas. Es handelt sich zwar mehr um ein Garen als um Kochen, denn bei diesem Vorgehen wirkt Säure ähnlich wie Wärme und gart. Die weiteren vorgestellten Kochverfahren verbrauchen nur wenig Energie.

Kaltgaren – ermöglicht Kochen ohne Strom und Gas

Die bekannteste kaltgegarte Speise ist wohl Ceviche, das peruanische Fischgericht. Hierbei wird roher Fisch in Limettensaft eingelegt. Die Säure übernimmt die Aufgabe der Wärme und denaturiert das Eiweiß, sprich gart es.

Dieses Verfahren eignet sich besonders für Fischfilet, Meeresfrüchte und für dünn geschnittenes Rinder-, Kalbs- oder Hähnchenfilet. Neben Ceviche gibt es die italienischen marinierten Sardellen Alici marinate, die spanischen Boquerones und Hinawa ein traditionelles Gericht der Kadazan-Dusun in Sabah/Malaysia.

Kochen ohne Strom und Gas – fast

Diese Garmethoden verbrauchen sehr wenig Strom oder Gas. Nudeln garen sehr schnell durch vorheriges Einweichen in Wasser. Bei den anderen Kochmethoden braucht es nur Energie zum Aufkochen, das anschließende sanfte Garen erfolgt durch die vorhandene Restwärme. Dies reduziert die Strom- oder Gasrechnung beträchtlich. Hinzu kommt, dass dies mit einfachen Mitteln möglich ist.

Nudel garen in 60 Sekunden

Ist das möglich? Ja, mit einem ganz einfachen Trick. Die Teigwaren mindestens 90 Minuten lang in einem Topf mit kaltem Wasser einweichen. Anschließend etwa einen Teelöffel Salz zufügen und auf den Herd stellen. Mit Aufkochen dauert es 60 bis 90 Sekunden, bis die Pasta al dente ist. Diese Methode spart gewaltig Energie. Achtung: Funktioniert nicht bei „hausgemachten“ Nudeln, besser vorher testen!

Ganz einfach funktioniert dies mit einem Induktionsherd oder einem Kocher mit Gaskartusche. Lagen die Nudel länger im Wasser reicht sogar ein kurzes Erhitzen in der Mikrowelle.

Garen im Bett

Das hört sich zwar ungewöhnlich an, aber auf diese Weise kochten unsere Mütter und Großmütter bereits Reisbrei. Bei dieser Garmethode brennt der Milchreis garantiert nicht an. Es muss natürlich nicht unbedingt das Bett sein, es gibt auch Alternativen, aber dieses bietet sich mit seiner wärmespendenden Bettdecke an.

Reis und Milchreis

Reis oder Reisbrei auf dem Herd kurz aufkochen, Deckel drauf, in ein Duschhandtuch einpacken und gut in die Bettdecke einschlagen. Nach rund 20 Minuten ist der Reis gegart, länger schadet aber auch nicht.

Alternativ am Morgen zwei Tassen Wasser im Wasserkocher erhitzen, zusammen mit einer Tasse Reis und etwas Salz in ein Gefäß geben und ab ins Bett und zum Mittag- oder Abendessen servieren.

Für Milchreis einen Liter Milch kurz aufkochen, 200 g Milchreis einstreuen und nochmals aufkochen. Und wie beim Reis weiterverfahren. Eventuell nach einer Stunde einmal umrühren, geht aber auch ohne. Nach zwei bis drei Stunden ist der Reis weich. Mit Zimtzucker und Apfelmus servieren, so ist das Mittag- oder Abendessen schnell gekocht.

Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Bulgur und Grünkern

Eigentlich funktioniert diese Garmethode für sämtliche Nahrungsmittel, die zunächst ein kurzes Aufkochen verlangen und bei niedrigerer Temperatur fertig garen.

Kartoffeln mit Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und im Handtuch ab ins Bett. Nach etwa 45 Minuten sind sie fertig zum Verzehr. Dasselbe gilt für das Garen von Kohl und Möhren. Hülsenfrüchte brauchen rund eine Stunde. Selbst Fleisch lässt sich mit dieser Methode kochen. Gulasch wie gewohnt mit Zwiebeln anbraten, dann für 1,5 bis 2 Stunden ins Bett und der Sonntagsbraten gelingt in rund drei Stunden.

Kochkiste – Alternative zum Bett

Wer nicht in seinem Bett kochen möchte, kann auch eine Kühlbox nehmen und diese gut mit Wolldecken auslegen. Es gibt zwar Warmhaltekisten aus Styropor zu kaufen, was aber nicht so umweltfreundlich ist. Besser ist eine Holzkiste wie damals, aber sehr gut auspolstern, damit die Wärme hält. Weitere Informationen zu den Garzeiten findest du hier.

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Wasserkocher – Alternative zum Herd

Im Wasserkocher lässt sich auch kochen – und nicht nur Wasser. Eier, Reis, Nudeln und Gemüse. Das braucht zwar Strom, aber weniger als Kochen auf dem Herd. Der Wasserkocher von Philips ist mit A+++ (alte Bezeichnung) sehr energieeffizient.

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Dampfkochtopf-Revival

Der gute alte Schnellkochtopf beendet seinen Dornröschenschlaf. Der unter Druck kochende Topf reduziert die Kochzeit um bis zu 70 Prozent. Das spart natürlich enorm viel Energie und Zeit. Und zusätzlich bleiben alle Mineralstoffe erhalten.

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Hinter dem Schnellkochtopf steht etwas Physik. Der Deckel des Dampfkochtopfes verschließt luftdicht. Das Wasser oder die Flüssigkeit verdampft im Topf, kann aber nicht entweichen. Dadurch erhöht sich der Druck. Dieser Überdruck führt zu einer höheren Siedetemperatur, die bei atmosphärischem Druck 100 °C beträgt. Im Topf steigt sie unter Druck bis auf 119 °C. Dies ermöglicht das schnellere Garen der Speisen.